Erfolgreiche Zusammenarbeit
Von der Idee bis zur ersten Probefahrt: Reiner Ammoniak-Antrieb erstmals realisiert
Ein Motor, der ausschließlich mit Ammoniak betrieben wird – ohne Beimischung fossiler Energieträger: Seine Basistechnolgie für diesen Entwicklungssprung zeigt das Fraunhofer-Institut für Mikrotechnik und Mikrosysteme IMM auf der Hannover Messe 2026. Die erfolgreiche Umsetzung ist das Ergebnis mehrjähriger Entwicklungsarbeit für die Firma First Ammonia Motors und markiert einen Meilenstein für klimafreundlichere Antriebstechnologien. Ausschnitte aus dem Video der Probefahrt werden am Messestand zu sehen sein.
Am Anfang stand eine grundlegende Fragestellung: Kann Ammoniak als kohlenstofffreier Energieträger nicht nur gespeichert und transportiert, sondern auch direkt nur mit Beimischung von Wasserstoff in einem Motor genutzt werden? Während Ammoniak in der Energieforschung bereits seit Jahren diskutiert wird, galt seine Nutzung in Verbrennungssystemen lange als technisch anspruchsvoll – insbesondere aufgrund seines Zündverhaltens und potenzieller Emissionen.
First Ammonia Motors hat hierfür ein Motorkonzept entwickelt, das speziell auf die Eigenschaften von Ammoniak ausgelegt ist. Parallel dazu hat das Fraunhofer IMM seine Kompetenzen in der Entwicklung von Reaktoren mit mikrostrukturierten Kanälen und neuartigen, hochaktiven und langzeitstabilen Katalysatoren für kompakte Cracker Systeme eingebracht. Das Ergebnis ist eine hohe Systemeffizienz durch die Nutzung von Abgasen zum Beheizen der Reaktoren. Abgesehen vom Start des Fahrzeugs wird kein zusätzlicher Treibstoff oder Elektrizität benötigt.
Fraunhofer-Institut für Mikrotechnik und Mikrosysteme IMM