Kontaminierter Treibstoff: Ein Sicherheitsrisiko in der Luftfahrt
Mikrobiell belasteter Treibstoff stellt eine ernsthafte Gefahr für die Luftfahrt dar. Kondensation oder mangelhafte Lagerung können zu Wasserbildung in den Tanks führen. Die entstehende Wasserphase stellt eine ideale Umgebung für das Wachstum von Mikroben wie dem Pilz Hormoconis resinae (auch Kerosinpilz genannt) dar. Diese Mikroorganismen können in den Tanks Korrosion und Biofilmbildung verursachen, dies kann zu Leckagen und Verstopfungen in den Treibstoffleitungen, Filtern und Pumpen führen,, was zu Leistungseinbußen oder sogar einem Ausfall des Triebwerks führen kann.
Um schädliche Verunreinigungen durch Mikroorganismen rechtzeitig zu erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten, ist die regelmäßige Überprüfung der mikrobiologischen Belastung des Treibstoffes unerlässlich. Hierfür existieren verschiedene Schnelltests, die jedoch nur ungenaue Informationen über das Kontaminationslevel bereitstellen. Kulturbasierte Nachweisverfahren sind spezifischer, jedoch dauert es mehrere Tage bis ein Testergenis bereitsteht. Alternative Methoden wie Polymerase-Kettenreaktions-Tests (PCR-Tests) sind schnell und zuverlässig, erfordern aber eine manuelle Prozessierung in einem Labor, wodurch die Kosten steigen.
Fraunhofer-Institut für Mikrotechnik und Mikrosysteme IMM