Land setzt auf nachhaltige Produktionskonzepte und Anlagen für die chemische und pharmazeutische Industrie – Staatsekretär Dr. Denis Alt übergibt Förderbescheid

27. Oktober 2020

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Über 1,4 Mio. Euro erhält das Fraunhofer-Institut für Mikrotechnik und Mikrosysteme (IMM) im Rahmen des IWB-EFRE-Programms Rheinland-Pfalz. Ziel der Förderung ist es, innovativ gefertigte Apparate und intelligent geregelte modulare Anlagen für den industriellen Produktionsbetrieb zu entwickeln. Staatssekretär Dr. Denis Alt übergab heute den entsprechenden Förderbescheid der Institutsleitung, Prof. Dr. Michael Maskos.

„Mit der Förderung des Projekts InnoModA wollen wir gerade der Mikroverfahrenstechnik einen kräftigen Schub verleihen, die ein enormes Potenzial besitzt, chemische Prozesse grüner und effizienter zu machen“, betont Staatssekretär Dr. Denis Alt. „In den letzten Jahren hat es hierzu in Mainz sehr erfolgreiche Forschungs- und Entwicklungsarbeit gegeben. Mithilfe des von uns geförderten Projekts soll die industrielle Nutzung dieser zukunftsweisenden Technologie weiter geebnet werden.“

In Rahmen des Vorhabens sollen einerseits die im Labormaßstab etablierten Arbeits- und Fertigungsverfahren fit gemacht werden für den Einsatz in der industriellen Produktion und die dabei teilweise geltenden Hygienerichtlinien, z.B. im pharmazeutischen Sektor. Andererseits soll eine künstliche Intelligenz basierte Automatisierung den späteren Anlagebetreib erleichtern. Gleichzeitig werden Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen zum Einsatz der modularen Anlagen durchgeführt und zwei Demonstrationsanlagen für den Bereich Chemietechnik und den Bereich Energietechnik konzipiert, konstruiert und aufgebaut.

„Gerade die Modularität unserer Konzepte bietet entscheidende Vorteile für die Unternehmen hinsichtlich der Verkürzung der Zeit bis zum Markteintritt und bezüglich der Flexibilität, auch variierend kleinere Produktmengen wirtschaftlich herstellen zu können. Dazu kommt eine verbesserte Effizienz durch Wiederverwendung von Engineering-Arbeiten und von physischer Ausrüstung“, erläutert Prof. Dr. Michael Maskos, Institutsleiter des Fraunhofer IMM. „Die Förderung im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung bietet uns die Chance, unsere Stärken gezielt weiterzuentwickeln und in die industrielle Anwendung zu bringen“.

Das Projekt greift die Regionale Innovationsstrategie des Landes auf und bietet weitreichende Anknüpfungspunkte zum Ausbau der Vernetzung innerhalb der Forschungs- und Entwicklungscommunity in Rheinland-Pfalz und spricht auch unmittelbare innovative Unternehmen mit Sitz in Rheinland-Pfalz an.

Dr. Denis Alt besucht das Fraunhofer IMM
© Fraunhofer IMM
Dr. Denis Alt besucht das Fraunhofer IMM
© Fraunhofer IMM
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