Kunststoffverarbeitung

Ein kosteneffizienter Ansatz zur Realisierung analytischer Systeme

Kunststoffmaterialien sind insbesondere aus mikrofluidischen und optischen Analyseanwendungen nicht wegzudenken. Im Vergleich zu Glas oder Silizium sind sie deutlich kostengünstiger und sowohl großflächig oder im Kleinen preiswerter strukturierbar. Es gibt in Abhängigkeit von der Applikation eine Auswahl unterschiedlicher in Frage kommender Materialien, die zudem durch eine entsprechende Oberflächenbehandlung noch exakter auf die Fragestellung abgestimmt werden können. Wir besitzen eine langjährige Praxiserfahrung in der Herstellung von mikrostrukturierten Kunststoffbauteilen, wie z. B. mikrofluidischen Chips, Polymerwellenleitern oder Mikrolinsen. Von der Ideengenerierung über die Abformtechnik, Aufbau- und Verbindungstechnik und Oberflächenbehandlung bis hin zur Kleinserie, wir begleiten sie auf dem gesamten Weg.

Ihr Vorteil

  • Herstellung oder Abmusterung von Prototypen bis hin zu Nullserien/Kleinstserien,
  • Machbarkeitsstudien komplexer Fertigungsvorgänge bis hin zu deren Optimierung,
  • Aufwertung von Bauteilen durch Nacharbeit oder dem Ein- und Aufbringen von Funktionselementen,
  • mehrlagige Deckelung kleinster Strukturen.

Unsere Erfolgsfaktoren

  • Mehr als 20-jährige Praxiserfahrung,
  • gut ausgebildetes und interdisziplinäres Team,
  • enge Zusammenarbeit mit dem Kunden.

Werkzeugbau und die Formeinsatzherstellung für das Heißprägen und den Spritzguss beherrschen wir auf hohem Niveau, egal ob mittels lithografischer oder feinmechanischer Technologien. Die uns zur Verfügung stehende Verfahrenspalette umfasst spanende Präzisionsbearbeitung, Lasermaterialbearbeitung, 3-D- und Siebdruckverfahren, Plasmabehandlung, Spotten, Heißprägen oder Spritzgießen. Wir besitzen weitreichende Erfahrungen in der Aufbau- und Verbindungstechnik für die Herstellung von (hybriden) Gesamtsystemen. Dies beinhaltet die Deckelung von mehrlagigen Kunststoffkanälen, die Integration von lithografisch strukturierten Silizium- und Glasbauteilen, das Aufbringen von metallischen Schichten/Elektroden oder den Einbau von Membranen und Filtern. Weiterhin kennen wir uns aus mit der Oberflächenmodifikation, d. h. beispielsweise dem Glätten von Oberflächenrauheiten oder dem lokalen Funktionalisieren mit Biomolekülen.

Unsere Ausstattung:

  • Feinmechanische Werkstatt,
  • Hochleistungslaser für die Materialbearbeitung (Schneiden, Ablation, Schweißen),
  • Heißprägesystem,
  • Spritzgießmaschine,
  • 3D-Drucker,
  • Siebdruckanlage,
  • Spotter.

Typische Anwendungsgebiete

  • Strukturierung, Bestückung und Deckelung mikrofluidischer Systeme aus Polymeren,
  • Abformung von Polymerwellenleitern und anderen mikrooptischen Strukturen,
  • Einbringen von Membranen/Elektroden/Siliziumbauteilen in Polymerbauteile für verschiedenste Aufgaben, wie z. B. mikrofluidische Lab-on-a-Chip Systeme,
  • Aufbau von komplexen mikrofluidischen Chipsystemen unter Berücksichtigung der Langzeitstabilität von flüssigen oder getrockneten Reagenzien und anderen bio-physikalischen Materialeinflüssen,
  • Überführung von konventionell hergestellten Prototypenbauteilen in spritzgießtaugliche Teile mit der Möglichkeit zur Erstabmusterung.
Spritzguss
© Foto Fraunhofer ICT-IMM
D-Liver Chip
© Foto Fraunhofer ICT-IMM
Chip fräsen
© Foto Fraunhofer ICT-IMM